Volle Kraft für die Zukunft der Pflege

Steigende Lebenserwartung, sinkende Geburtenzahlen, die Zunahme von Ein-Personen-Haushalten und der Wunsch der Menschen, so lange wie möglich zu Hause leben zu können. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner erklärt mit welchen konkreten Maßnahmen die Pflege zukunftsfit gemacht wird.

Transkript:

Steigende Lebenserwartung, sinkende Geburtenzahlen, die Zunahme von Ein-Personen-Haushalten und der Wunsch der Menschen, so lange wie möglich zu Hause leben zu können – das waren die zentralen Faktoren, die in den “Bedarfs- und Entwicklungsplan Pflege 2035“ - kurz BEP- eingegangen sind. Gemeinsam mit dem Planungsinstitut EPIG wurden die notwendigen Maßnahmen für das Kärntner Pflegewesen bis zum Jahr 2035 erstellt. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner gibt Einblick:

Beate Prettner: „Der demografische Wandel in Kärnten gestaltet sich
demgemäß, dass wir uns in den nächsten zehn Jahren mehr PflegegeldbezieherInnen erwarten. Also wir haben aktuell mit dem Jahr 2025 jetzt 40.000 Menschen in Kärnten, die Pflegegeld beziehen. im Jahr 2035 werden das im Jahr 2035 werden das nach den Prognosen 43.750 Personen sein.“

Pflege vor Ort, die zudem auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt ist – das klingt nach einer äußerst komplexen Aufgabe. Wie muss man sich das vorstellen und welche Angebote werden bereits in Kärnten umgesetzt?

Prettner: „Ja, wir bündeln das alles unter einem Begriff, der nennt sich “Altern im Mittelpunkt”. Gemeint ist “Altern im Mittelpunkt”, auch wohnortnahe in den Gemeinden. Und es soll eine Pflegeversorgung, sozusagen unter einem Dach geben. Was meinen wir damit? Wir meinen einerseits, dass zum Beispiel Betroffene untertags betreut werden können in einer Tagesstruktur. Das aber auch damit kombiniert ist eine Pflege, eine Mobile-Pflege-Betreuungsstation und darüber hinaus, dass es betreubares Wohnen gibt. Und wir möchten auch, dass Personen, ältere Personen, die keine Dienstleistungen in diesem Bereich in Anspruch nehmen, auch das als Begegnungszone nutzen.“

Welche Empfehlungen gibt der BEP, um ein würdevolles Altern in den eigenen Vier Wänden landesweit zu ermöglichen – gibt es dazu bereits konkrete Zahlen?

Prettner: „Also ganz konkret empfiehlt der BEP die mobile Pflege auszubauen. auch dementsprechend ausweisen können. Darüber hinaus eine Verdoppelung der derzeitigen Tagesplätze. Wir haben derzeit 200, es sollen dann im Jahr 2035 400 sein. Und des Weiteren sollen wir massiv auch ausbauen, in Bezug auf betreubares Wohnen, das in allen Gemeinden angeboten werden soll und wo wir dann im Jahr 2035 bei 1.900 Plätzen liegen sollten.“
Geplant ist aber ein Ausbau der Übergangsbetten: Was ist mit Übergangsbetten konkret gemeint?
Prettner: „Ja, wir wollen hier die Lücke schließen, von einem Krankenhausaufenthalt bis zu der Rückkehr nach Hause. Das heißt, wir bieten in dieser Übergangspflege, die vorwiegend bei den Krankenanstalten angesiedelt werden soll, therapeutische Leistungen an. Es sollen im Endausbau 90 Betten dafür reserviert werden. Es sollen im Endausbau 90 Betten dafür reserviert werden.“