Lieserschlucht: Ein Radweg entsteht

Eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte für den Radverkehr in Kärnten nimmt weiter Gestalt an: Der Radweg durch die Lieserschlucht schließt eine der wichtigsten Lücken im Kärntner Radwegenetz. Das Projekt stärkt sowohl die Verkehrssicherheit als auch den Alltags- und Radtourismus in Oberkärnten.

Transkript:

Eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte für den Radverkehr in Kärnten nimmt weiter Gestalt an: Der Radweg durch die Lieserschlucht schließt eine der wichtigsten Lücken im Kärntner Radwegenetz. Das Projekt stärkt sowohl die Verkehrssicherheit als auch den Alltags- und Radtourismus in Oberkärnten.

LH-Stv. Martin Gruber
Das ist ein Projekt, das erstens zur Verkehrssicherheit beiträgt, dann Regionen verbindet, nämlich Ballungszentrum Spittal mit der Region Millstättersee, verbindet auch den Radweg Seenschleife - Millstättersee mit dem Drauradweg R1 und das ist touristisch eine ganz wichtige Verbindung. Da geht es ja auch um die Errichtung eines Radweges, der auf Kragplatten geführt wird. Das bedeutet Auskragungen über die Lieser, weil auf Grund der Gegebenheiten sonst der Radlweg nicht realisierbar gewesen wäre.

Volker Bidmon, Abteilung 9, Land Kärnten
Die Kragplatten werden auf die bestehenden Mauern aufgesetzt, die Mauern müssen vorher ertüchtigt werden und zusätzlich müssen noch ca. 8000 Laufmeter Pfähle in Summe gebohrt werden, damit diese Kragplatte auch im Erdreich verankert ist.

Ein baulicher Schlüsselbereich des Projekts ist die sogenannte „Ertlwand.“ Dort standen neben der eigentlichen Radwegführung vor allem umfassende Sicherheitsmaßnahmen im Fokus.

Volker Bidmon, Abteilung 9, Land Kärnten
Die „Ertlwand“ muss einfach ganzheitlich saniert werden, da gab es mehrere Varianten, und die jetzige Variante, dass man teilweise abgetragen hat, verstärkt hat mit Betonplomben, mit Netzen ist es endgültig, und jetzt hat man wirklich, da kann man sagen, hundertprozentig sicher.

LH-Stv. Martin Gruber
Wenn man alles zusammenrechnet, sind für straßenbauliche Maßnahmen gut 9 Millionen Euro zu investieren gewesen, 8 Millionen Euro sind gelungen an Bundesförderung zu lukrieren, die Gemeinden zahlen 1,2 Millionen Euro mit und das Land selbst investiert tatsächlich in den Radweg 5,3 Millionen Euro.

Das Projekt verbindet Gemeinden, stärkt den Tourismus und schafft neue Möglichkeiten für den Alltagsradverkehr.